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„Schweig, sei still!“ - 19.06.21   

Am Eingang von vielen Hindutempel in Indien hängt eine Glocke. Jeder einzelne Besucher wird beim Eintreten in den Tempel die Glocke läuten. Dadurch versuchen die Gläubigen, Gott aufzuwecken, damit er jeden sieht und hört. Diese Sitte mit ihrem Hintergrundgedanken habe ich sehr interessant gefunden. Auch wir Christen meinen manchmal, dass Gott vielleicht schläft, weil wir uns in schwierigen Situationen unseres Lebens oft  allein gelassen fühlen und seine Anwesenheit nicht spüren.

Besonders wenn wir im eigenen Leben eine Situation wie einen Wirbelsturm erleben, wo Panik, Angst und Unsicherheit herrschen oder wenn wir Hilfe und Rat brauchen und niemand uns beisteht, fragen wir verzweifelt, ob denn Gott schlafe. Hört er meine Gebete nicht?

Im Markus-Evangelium (Mk. 4, 35 - 41) lesen wir, dass Jesus einer ist, der gut schlafen kann. Auch im Boot bei stürmender und heulender See, als Wasser ins Boot drang und alle nass wurden und selbst, als seine Jünger in Todesangst schrien, konnte Jesus ruhig und gelassen schlafen. Für uns ist es unglaublich, dass Jesus inmitten aller Probleme und inmitten der Todesgefahr schlafen konnte. Die Worte Jesu zeigen, warum er in Ruhe schlafen konnte. Er steht auf und spricht zum Sturm und zum Meer: „Schweig, sei still.“ Jesus, der Herr, befiehlt der Natur und die Natur gehorcht. Der Wind legt sich und die Wellen werden ganz sanft.

Wir Menschen haben uns oft nicht im Griff in vielen alltäglichen Dingen im Leben. Ein kleines Problem, ein kleiner Niedergang, Verluste, Missverständnisse oder Auseinandersetzungen können uns unruhig machen und in uns Angst und Panik verursachen. Die Jünger fragten Jesus: „Herr kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?“ Wie diese Jünger im Boot, können wir inmitten eines Wirbelsturmes in unserem Leben die Frage an Jesus richten: "Kümmert es dich nicht, dass ich unruhig bin? Dass ich Angst habe?" Aber wie manche Gläubige beim Eingang des Tempels eine Glocke läuten um Gott aufzuwecken, können auch wir versuchen, Jesus aufzuwecken. Er sitzt mit uns in unserem Lebensboot, er hilft uns, wenn wir ihn bitten und ihm vertrauen. Dann wird er unseren Sorgen und Problemen befehlen: "Schweigt, seid still!"

Ich bin sicher, dass wir mit diesem Gottvertrauen frei von Angst und gelassen die Anforderungen und Schicksale unseres Lebensalltages verkraften und gut bewältigen können und dann selbst mit Jesus ruhig schlafen können. Das wünsche ich uns allen von Herzen.

Ihr Pfarrvikar P. Georg Menachery MCBS

 

 

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