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Bitten und Danken – 29.05.2022

Liebe Leserin, lieber Leser!

in den vergangenen Tagen fanden in vielen Ortschaften Bittgänge statt. Gemeinsam machten sich Menschen auf den Weg durch die Ortschaft und die Natur und Flur, um dabei gemeinsam zu beten, zu bitten, zu danken und ins Nachdenken zu kommen.

Früher waren solche Bittgänge ganz klar landwirtschaftlich geprägt: man betete für gutes Wetter, für ein gutes Jahr, für eine gute Ernte. Fast alle spürten im Alltag, wie abhängig wir Menschen von äußeren Umständen sind. Aber heute? Lebensmittel kommen aus dem Supermarkt, sind fast das ganze Jahr über verfügbar. So sind es wohl die meisten von uns gewöhnt.

Und doch spüren wir gerade in diesen Zeiten deutlicher denn je: Wir Menschen haben scheinbar eben nicht alles voll im Griff. Vieles sicher gemeinte ist doch nicht so selbstverständlich, wie wir immer dachten: Zuletzt auch Lebensmittel: Unter anderem Öl und Mehl waren lange Zeit ein seltenes Gut. Aber auch in vielen anderen Bereichen merken wir eine Unsicherheit: Frieden?!, bezahlbare Mobilität?!, Zusammenhalt?!

Bitten und Danken, das beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf gutes Wetter und das Wachsen der Feldfrüchte: Bitte um Gesundheit, um Zufriedenheit, um die Arbeit, die Welt, das Klima und den Frieden… Eine lange Liste, die heute so aktuell ist wie nie und die wohl immer ihre Aktualität behält.

Einerseits ist das Bitten und Danken Ausdruck von uns Menschen: Das Hoffen und Vertrauen, dass Gott die Wege unseres Lebens mit uns geht , unsere Sorgen und Nöte kennt und aufnimmt. Weil wir merken, dass vieles im Alltag über uns Menschen hinaus geht.

Andererseits aber auch ein Wachrütteln von uns Menschen selbst: In unserem Bitten und Danken wird uns vor Augen geführt: Wo liegen die Probleme. Wo leiden Menschen. Wo liegen Ungerechtigkeiten in dieser Welt und in unserer Gesellschaft. Und damit auch: Was könnte ich tun damit es ein Stück anders, besser werden kann?

Außerdem wirft es ein Schlaglicht auf meine Einstellungen: Was halte ich für selbstverständlich? Wie lauten meine Prioritäten? Wie gehe ich mit meinen Ressourcen um? Mit welcher inneren Einstellung gehe ich in den Alltag, bestreite mein Leben, gehe in das Gespräch und den Kontakt zu den Mitmenschen.

Ich wünsche uns allen eine geerdete, realistische innere Einstellung, damit wir gemeinsam den Alltag und das Leben mit so mancher Unsicherheit und Unzulänglichkeit anpacken und meistern können...

Ihr Diakon Thomas Wolf

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dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Antoine de Saint-Exupery

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